Gegründet wurde Nara 710 unter der Herrschaft von Gemmyo-tenno. Nara wurde wie Kyoto nach chinesischem Vorbild schachbrettartig aufgebaut.
Nara blieb 74 Jahre lang Regierungssitz
784 lies Kammu-tenno (桓武天皇) die Residenz von Nara nach Nagaoka-kyo verlegen, später, 794, nach Kyoto. Dadurch verlor Nara die politische Bedeutung, ist aber bis heute die bedeutendste Kulturstätte Japans.
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Todai-ji ist einer der bedeutendsten Tempel Naras und Haus des Daibutsu. Dieser Tempel wurde im Auftrag von Kaiser Shomu 743 errichtet und 752 vollendet. Im selben Jahr wurde mit dem Guss des Daibutsu (Grosser Buddha) begonnen.
Am Bau des Tempels waren 50.000 Schreiner, 370.000 Metallarbeiter und 2.18 Millionen Tagelöhner beschäftigt.
855 wurde bei einem Erdbeben die Statue schwer beschädigt, 861 aber wieder restauriert.
1180 wurde die Haupthalle von Taira Shigehira (平重衡) zerstört und der Grosse Buddha beschädigt (Wiederherstellung 1195).
Obwohl der Tempel durch die vielen Zerstörungen im verkleinerten Maßstab wieder errichtet wurde (2/3 der ursprünglichen Größe), ist er mit 57.01 m Länge, 50.48 m Breite und 47.34 m Höhe das größte hölzerne Gebäude der Welt.
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Im Inneren der Haupthalle (Daibutsu-den) befindet sich mit einer Höhe von 16,2 m der größte Buddha Japans.
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Vor dem Buddha befinden sich zwei Figuren - links Nyoirin-Kannon (Erfüller aller Wünsche), rechts Kokuzo-bosatsu (Gottheit der Weisheit und des Glücks) - und hinter dem Buddha zwei der vier Himmelswächter, links Komokuten (Herrscher des Westens), rechts Tamonten, die im 17. Jahrhundert zugefügt wurden.
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Typisch für Nara sind die fast überall in den Parks vorkommenden Rehe. Vor Todai-ji sind spezielle Verkaufsstände, die Futter (eine Art Keks) für die Rehe verkaufen, die wie verrückt danach sind.
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Westlich von Todai-ji liegt der 754 gegründete Kaidan-in Tempel. der Tempel wurde von mehreren Feuern zerstört. Die heutigen Gebäude datieren von 1730.
Im Norden steht das Schatzhaus Shoso-in (正倉院) des Todai-ji, das ursprünglich Kaiser Shomu gehörte. Die Halle wurde aus hinoki (桧), der Japanischen Zypresse errichtet und steht auf Pfählen 2.7 m über dem Boden. Die Halle ist 33.1 m breit, 94 m lang und 14 m hoch.
Im Osten steht ein alter Glockenturm - shoro (鐘楼). Dessen Glocke wurde 749 gegossen. Mit einer Größe von 3.9 m und einem Durchmesser von 2.8 m, ist sie die zweitgrößte Glocke Japans. 989 wurde sie von einem Taifun stark beschädigt, 1239 aber wieder rekonstruiert.
Etwas weiter östlich befindet sich die Halle des zweiten Monats - nigatsu-do (二月堂), die 752 durch den Priester Jichu erbaut wurde. 16667 wurde die Halle durch ein Feuer zerstört, 1669 wieder neu aufgebaut.
Südlich davon befindet sich die Halle des dritten Monats - sangatsu-do (三月堂), die 733 errichtet wurde. Der Name stammt von einem Ritual, das hier im März gehalten wird. Dieses Gebäude ist eines der ältesten, vor dem Grossen Buddha errichteten Gebäude. Innen befindet sich die Statue des Fuku-kenjaku-Kannon (不空羂索観音), die dem Abt Roben zugeschrieben wurde.
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Jurin-in ist ein Tempel, der im früheren Naramachi-Teil (Narastadt), einem alten Stadtteil liegt. Vermutlich wurde der Tempel in einer frühen Zeit der Kamakuraperiode erbaut.
Während einer Schlacht in Naramachi gingen die meisten Schätze des Tempels verloren.
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Es wird angenommen, dass dieser im Nara-Park liegende Pavillon eine Kopie des buddhistischen Pavillons im Biwak-See ist, jedoch sind keinerlei buddhistische Zeichen zu sehen.
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Der Kasuga-Grand-Shrine (春日大社), einer der wichtigsten Schreine Naras, wurde von Fujiwara Nagata (藤原永手) 768 errichtet. Der Schrein liegt auf der westlichen Seite des Mikasa-yama (三笠山) und Kasuga-yama (春日山). Kasuga-taisha war lange Zeit für die jährlich stattfindenden festlichen Ereignisse, wie Kasuga Matsuri (春日祭) und Setsubun Mantoro (節分万灯籠) im Februar sowie Obon Mantoro (お盆万灯籠) im August bekannt, bei dem alle Laternen im Tempel sowie die steinernen Laternen auf dem Weg dorthin (3000) angezündet werden.
Bis 1863 wurden alle 20 Jahre die Gebäude komplett neu errichtet.
Vier der Haupthallen gehören heute zum Nationalschatz.




















